Handzahnbürste oder elektrische Zahnbürste?

Fortbildung: Prophylaxe Basiskurs Teil 2

Fortbildung: Prophylaxe Basiskurs

Studentenkurs an der TU Dresden

Die letzten vier Tage war ich an der TU Dresden um in der Poliklinik für Parodontologie einen Studentenkurs abzuhalten. Insbesondere die beiden großen Erkrankungen der Mundhöhle Gingivitis / Parodontitis und Karies haben wir ausführlich besprochen. Aber auch viele für unsere Patienten wirklich relevante Themen haben wir diskutiert. Stichwort: Mundhygiene, Prophylaxe, Zahnreinigung und alles was mit Vorbeugung zu tun hat. Die letzten Tage waren zusätzlich eine Inspiration dafür, welche Fragen unsere Patienten wirklich beschäftigen.

Mir hat der Kurs sehr viel Spass gemacht und die Studenten waren trotz Prüfungen top motiviert bei der Sache!

Ich bin gespannt auf die Referate im April!

Warum Weisheitszähne entfernt werden

Spätestens wenn die Weisheitszähne durchbrechen stellt sich die Frage: Müssen die Weisheitszähne entfernt werden? Oder können sie erhalten bleiben? Falls nicht: wie läuft die Entfernung ab?

Da rund 80% aller junger Erwachsener mindestens einen nicht durchgebrochenen Weisheitszahn haben stellen sich viele Patienten diese Fragen.

Wann müssen Weisheitszähne eigentlich entfernt werden?

Die Weisheitszähne bilden sich viel später als die restlichen Zähne. Erst im jungen Erwachsenenalter brechen sie in die Mundhöhle durch. Allerdings ist dass davon abhängig ob genügend Platz in der Zahnreihe vorhanden ist. Falls nicht oder wenn einer oder mehrere Weisheitszähne quer liegen kann die Entfernung sinnvoll sein. Im Notfall wenn die Wange schon geschwollen oder Schluckbeschwerden vorhanden sind gibt es kaum einen anderen Ausweg als die Weisheitszahnentfernung.

Aktuelle Röntgenbilder geben Auskunft darüber wie die Zähne im Kieferknochen liegen. Ausserdem können anhand der Bilder die Nachbarstrukturen (Nerven, andere Zähne) beurteilt werden.

Der Ablauf einer Weisheitszahnentfernung

In der Regel wird die Weisheitszahnentfernung in örtlicher Betäubung durchgeführt. Dabei geht der Operateur so minimal invasiv wie möglich vor und schont dabei das umliegende Gewebe. Um den Zahn entfernen zu können muss in manchen Fällen Knochen abgetragen und der Zahn geteilt werden. Deshalb entstehen nach dem Eingriff Schwellungen und evtl. Blutergüsse. Um die postoperativen Nachwirkungen so gering wie möglich zu halten kann der Patient aber zu Hause einiges tun.

Wie Sie Beschwerden lindern und gleichzeitig die Wundheilung unterstützen

Wie stark die postoperativen Beschwerden sind, hängt einerseits von der Komplexität des Eingriffs ab und andererseits vom Verhalten des Patienten. Postoperative Beschwerden in den ersten drei Tagen nach einer Weisheitszahnentfernung sind normal. Ibuprofen hat sich als Mittel der Wahl bei Schmerzen bewährt. Im Gegensatz zu Acetylsalicylsäure welches blutverdünnend wirkt. In den ersten 48 Stunden soll die Wange zudem gut gekühlt werden um die Schwellung zu reduzieren.

Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol und Hitze sind in den ersten 3 Tagen nach der Operation tabu. Jede Form von Tabak sollte vermieden werden da Wundheilungsstörungen vermehrt bei Rauchern auftreten.

Wichtig für Ihre Genesung ist Ruhe und Erholung in den ersten 3-4 Tagen nach der Weisheitszahnentfernung. Die Wundheilung läuft dadurch schneller ab und Sie sind schneller wieder fit.

Bei Fragen kontaktieren Sie uns.
Ihr Zahnarzt Ingolstadt.

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Zahnärzte am Münster
Dr. Andreas Vogtner
Dr. Barbara Vogtner
Bergbräustraße 2
85049 Ingolstadt
Tel: 084132411
E-Mail: info@drvogtner.de
www.drvogtner.de

FAQ Wurzelbehandlung

In dieser Rubrik beantworten wir Ihre häufigsten Fragen aus unserer Sprechstunde zu einem speziellen Thema. 

Diese Mal zum Thema Endodontie (Wurzelbehandlung):

Wann ist eine Wurzelbehandlung eigentlich notwendig?

Wenn der Zahnnerv stark entzündet oder bereits abgestorben ist. Das entzündete bzw. abgestorbene Gewebe ist die ideale Umgebung und Nährboden für Bakterien und Pilze. Durch Erweiterung und Desinfektion des Zahninneren sowie den bakteriendichten Verschluss  wird den Mikroorganismen die Lebensgrundlage entzogen.

War die Erstbehandlung mit einer Wurzelbehandlung nicht erfolgreich, kann der Zahn in den meisten Fällen dennoch mittels einer Revisionsbehandlung erhalten werden. Nur der eigene Zahn hat biologisch wichtigen Eigenschaften wie beispielsweise den Tastsinn. Dieser kann durch ein Implantat nicht ersetzt werden. Deshalb gilt immer die Devise: Zahnerhalt geht vor Zahnersatz!

Ist diese Behandlung schmerzhaft?

Der zu behandelnde Zahn wird lokal betäubt so dass Sie von der Wurzelbehandlung nichts spüren.

Kann ich nach der Behandlung ganz normal in die Arbeit gehen?

Der Zahn wird nach der Behandlung adhäsiv verschlossen (geklebt) und kann ganz normal wie die anderen Zähne auch belastet werden. Sie können Ihren gewohnten Tätigkeiten (Arbeit, Sport etc.) nachgehen.

Gibt es Alternativen zur Wurzelbehandlung?

Ja. Die Alternative ist die Entfernung des Zahnes.

Wie lange hält ein wurzelbehandelter Zahn?

Ein wurzelbehandelter Zahn hält ein Leben lang. Vorausgesetzt er wird entsprechend gepflegt.

Wie läuft die Behandlung ab?

Im Normalfall sind 1-2 Behandlungssitzungen notwendig für eine erfolgreiche Behandlung. Dabei wird das Innere des Zahns unter Kofferdamm behandelt. In der ersten Sitzung wird der Zahn desinfiziert und für eine bakteriendichte Füllung vorbereitet. Im zweiten Termin wird der Zahn mit verschiedenen Lösungen und Ultraschall desinfiziert und mit einer bakteriendichten Wurzelfüllung versorgt.

Was ist die elektrometrische Längenbestimmung?

Die modernen Elektrometrie misst die Länge des Wurzelkanals über den Dentinwiderstand. Dabei kann das Foramen in 90%  aller untersuchten Zähne exakt bestimmt werden. Bei einer reinen röntgenologischen Untersuchung gelingt dies nur zu 60%.

Wozu ein Mikroskop?

Das Dentalmikroskop ist ein wichtiges Hilfsmittel um auch kleinste Strukturen im Zahninneren zu erkennen. So sind die Eingänge zu Wurzelkanälen oftmals unter Reizdentin versteckt oder im Bereich eines Wurzelkanals zweigt ein weiterer Kanal ab. Diese winzigen Strukturen sind oftmals der Grund für Beschwerden nach bereits erfolgter Ersttherapie und können nur zuverlässig mit einem Dentalmikroskop behandelt werden.
Eine moderne Wurzelbehandlung ist ohne ein Dentalmikroskop nicht vorstellbar.

Was kostet die Wurzelbehandlung?

Das hängt vom Aufwand ab. Und damit vom betroffenem Zahn. Aus jeden Fall ist eine Wurzelkanalbehandlung günstiger als Zahnersatz. Und das unabhängig von der Lokalisation.