FAQ Wurzelbehandlung

In dieser Rubrik beantworten wir Ihre häufigsten Fragen aus unserer Sprechstunde zu einem speziellen Thema. 

Diese Mal zum Thema Endodontie (Wurzelbehandlung):

Wann ist eine Wurzelbehandlung eigentlich notwendig?

Wenn der Zahnnerv stark entzündet oder bereits abgestorben ist. Das entzündete bzw. abgestorbene Gewebe ist die ideale Umgebung und Nährboden für Bakterien und Pilze. Durch Erweiterung und Desinfektion des Zahninneren sowie den bakteriendichten Verschluss  wird den Mikroorganismen die Lebensgrundlage entzogen.

War die Erstbehandlung mit einer Wurzelbehandlung nicht erfolgreich, kann der Zahn in den meisten Fällen dennoch mittels einer Revisionsbehandlung erhalten werden. Nur der eigene Zahn hat biologisch wichtigen Eigenschaften wie beispielsweise den Tastsinn. Dieser kann durch ein Implantat nicht ersetzt werden. Deshalb gilt immer die Devise: Zahnerhalt geht vor Zahnersatz!

Ist diese Behandlung schmerzhaft?

Der zu behandelnde Zahn wird lokal betäubt so dass Sie von der Wurzelbehandlung nichts spüren.

Kann ich nach der Behandlung ganz normal in die Arbeit gehen?

Der Zahn wird nach der Behandlung adhäsiv verschlossen (geklebt) und kann ganz normal wie die anderen Zähne auch belastet werden. Sie können Ihren gewohnten Tätigkeiten (Arbeit, Sport etc.) nachgehen.

Gibt es Alternativen zur Wurzelbehandlung?

Ja. Die Alternative ist die Entfernung des Zahnes.

Wie lange hält ein wurzelbehandelter Zahn?

Ein wurzelbehandelter Zahn hält ein Leben lang. Vorausgesetzt er wird entsprechend gepflegt.

Wie läuft die Behandlung ab?

Im Normalfall sind 1-2 Behandlungssitzungen notwendig für eine erfolgreiche Behandlung. Dabei wird das Innere des Zahns unter Kofferdamm behandelt. In der ersten Sitzung wird der Zahn desinfiziert und für eine bakteriendichte Füllung vorbereitet. Im zweiten Termin wird der Zahn mit verschiedenen Lösungen und Ultraschall desinfiziert und mit einer bakteriendichten Wurzelfüllung versorgt.

Was ist die elektrometrische Längenbestimmung?

Die modernen Elektrometrie misst die Länge des Wurzelkanals über den Dentinwiderstand. Dabei kann das Foramen in 90%  aller untersuchten Zähne exakt bestimmt werden. Bei einer reinen röntgenologischen Untersuchung gelingt dies nur zu 60%.

Wozu ein Mikroskop?

Das Dentalmikroskop ist ein wichtiges Hilfsmittel um auch kleinste Strukturen im Zahninneren zu erkennen. So sind die Eingänge zu Wurzelkanälen oftmals unter Reizdentin versteckt oder im Bereich eines Wurzelkanals zweigt ein weiterer Kanal ab. Diese winzigen Strukturen sind oftmals der Grund für Beschwerden nach bereits erfolgter Ersttherapie und können nur zuverlässig mit einem Dentalmikroskop behandelt werden.
Eine moderne Wurzelbehandlung ist ohne ein Dentalmikroskop nicht vorstellbar.

Was kostet die Wurzelbehandlung?

Das hängt vom Aufwand ab. Und damit vom betroffenem Zahn. Aus jeden Fall ist eine Wurzelkanalbehandlung günstiger als Zahnersatz. Und das unabhängig von der Lokalisation.

Bonusheft – Ihre Erinnerung zur Prophylaxe

Das Bonusheft dient Ihnen als Gedankenstütze für die Prophylaxe. Wir verbinden damit die jährliche, zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung. In einem Termin ist alles erledigt.

Natürlich erinnern wir Sie auch gerne an Ihren Recalltermin. Sie können wählen zwischen dem klassischen Brief, einer Erinnerungs-Mail oder als SMS-Nachricht auf Ihr Mobilgerät. Teilen Sie uns Ihren Favoriten einfach mit.

Noch bis Ende Dezember haben Sie Gelegenheit Ihr Bonusheft zu aktualisieren. Rufen Sie uns an und vereinbaren einen Termin zur Zahngesundheitsuntersuchung. Diese kombiniert die Prophylaxe mit der jährlichen zahnärztlichen Kontrolle. Bringen Sie ihr Bonusheft mit oder fragen Sie danach. Wir stellen dieses gerne für Sie aus.

Weitere Informationen finden Sie hier >> KZVB

Holen Sie sich rechtzeitig den Stempel für das Jahr 2016!

Zahnärzte am Münster
Dr. Andreas Vogtner
Dr. Barbara Vogtner
Bergbräustraße 2
85049 Ingolstadt
Tel: 084132411
E-Mail: info@drvogtner.de
www.drvogtner.de

 

Master of Science in Parodontologie und Implantattherapie (DG Paro)

Dresden – Im Rahmen der zweijährigen Spezialisierung „Master of Science in Parodontologie und Implantattherapie“ wurden nach erfolgreichem Abschluss am Samstag den 15.10.2016 die Zeugnisse verliehen.

Das Masterprogramm welches von der Technischen Universität Dresden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie veranstaltet wird, erstreckt sich über 2,5 Jahre und vermittelt detailliertes Wissen in der Parodontologie und Implantologie.

Nach 25 Modulen, 6 Klausuren, 6 Fallpräsentationen und einer Masterthesis mit mündlicher Verteidigung wurden am Samstag dann endlich die lang ersehnten Zeugnisse vom Studiumsleiter Prof. Dr. Hoffmann (Dresden) sowie dem Fortbildungsbeauftragtem der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie Prof. Dr. Dr. h.c. Holger Jentsch (Leipzig) verliehen.

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FAQ: Parodontitis (Parodontose) – Die häufigsten Fragen

In dieser Rubrik beantworten wir Ihre häufigsten Fragen aus unserer Sprechstunde zu einem speziellen Thema.
Diese Mal zum Thema Parodontitis (Parodontose):

Was ist Parodontitis eigentlich?

Parodontitis ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparats – also aller Strukturen die den Zahn in der Mundhöhle befestigen. Umgangssprachlich wird auch der Begriff Parodontose sehr häufig verwendet.

Was geschieht bei einer Parodontitis eigentlich?

Ausgangspunkt für diese langsam voranschreitende (=chronische) Erkrankung ist die alleinige Entzündung des Zahnfleischs. Diese bezeichnet man als Gingivitis.
Die Parodontitis ist eine chronische Entzündung, aufgrund dessen es zu einem langsamen und schleichenden Abbau des Kieferknochens kommt. Betroffen ist der gesamte Zahnhalteapparat: Zahnfleisch (Gingiva), Kieferknochen (Alveolarknochen), Wurzelzement und Wurzelhaut.

Und wie genau entwickelt sich die Parodontitis?

Parodontitis ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Die Bakterien lagern sich auf der Zahnoberfläche ab und bilden Stoffwechselprodukte, welche ins Zahnfleisch eindringen. Der Körper reagiert mit der Aktivierung der Immunabwehr. Es entsteht eine Gingivitis. In der Folge schwillt das Zahnfleisch und es entstehen Zahnfleischtaschen. In diesen vermehren sich die Bakterien ungestört. Die Ansammlung von Bakterien wird auch Plaque genannt. Diese Beläge sind mit der Zahnbürste nicht mehr zu entfernen, da sie zu fest auf den Zähnen kleben. Ist die Gingivitis zu lange vorhanden, greift sie auf den unter der Schleimhaut liegenden Knochen über.
Ab diesem Zeitpunkt spricht man von einer Parodontitis. Dabei geht die Anheftung des Zahnfleischs an die Wurzelhaut des Zahns verloren, Knochen wird abgebaut und der Zahn kann ausfallen.

Welche Ursachen führen zur Entstehung von Parodontitis?

Grundvoraussetzung ist eine bakterielle Infektion. Sehr häufig ist eine unzureichende Mundhygiene dafür verantwortlich. Daneben werden Risikofaktoren damit assoziiert: Diabetes, Erkrankungen des Immunsystems (z.B. AIDS), Ernährung und genetische Veranlagung.
Wichtigster und durch sehr gute Studienlage belegter Kofaktor ist das Rauchen.

Wann sollte ich zum Zahnarzt gehen?

So früh wie möglich! Parodontitis ist eine langsame voranschreitenden Erkrankung, die im Frühstadium sehr gut therapierbar ist. Je länger der destruktive Knochenabbau stattgefunden hat, umso schwieriger ist die Therapie. In schweren Fällen der Parodontitis werden Zähne dann bereits locker und sind nicht mehr zu retten. Es gilt: Je früher, desto besser.

Wie erkenne ich Anzeichen für eine Erkrankung?

Anzeichen für die Entstehung einer Gingivitis oder auch Parodontitis sind: Anschwellen des Zahnfleisch, Rötung des Zahnfleischs, Blutung beim Zähne putzen, Lockerung der Zähne.

Und wie sieht die Parodontitistherapie aus?

Für die Behandlungsplanung ist zunächst ein ausführlicher Parodontalbefund wichtig. Dabei werden wichtige Werte gemessen, wie beispielsweise die Taschentiefe, der Zahnfleischrückgang, die Lockerung der Zähne, Blutungswerte des Zahnfleischs, Plaqueanhaftungen. Dieser Befund wird schmerzfrei mit einer speziellen Sonde erhoben. Bei sehr hartnäckigen Erkrankungsformen kann als zusätzliches Hilfsmittel noch eine Bakterienbestimmung sinnvoll sein.
Die Befunderhebung komplettieren Röntgenaufnahmen der Zähne, um mögliche Entzündungsherde und Knochendefekte darzustellen.
Der erste Schritt der Behandlung ist die antiinfektiöse Therapie. Dabei werden zunächst die Zahnfleischtaschen gereinigt und die Mundhygiene optimiert. Bei sehr schweren Verlaufsformen kann es sinnvoll sein, diesen Schritt zu überspringen und direkt mit der Tiefenreinigung zu starten.
Die Tiefenreinigung wird in lokaler Betäubung durchgeführt. Dabei werden die Zahnwurzeln von Bakterienanhaftungen (Konkrementen, Biofilm) gereinigt und die Wurzeloberflächen geglättet. Bei einem sehr aggressiven Bakterienspektrum kann zusätzlich die Einnahme von speziellen Antibiotika notwendig sein, um wirklich alle Bakterien zu eliminieren.
Nach Kontrolle des Therapieergebnisses kann es sinnvoll sein durch die Parodontitis entstandene Defekt zu reparieren. Dabei gibt es verschiedene Methoden, um dass Zahnfleisch zu nachwachsen anzuregen und die Situation zu stabilisieren.

Mein Zahnarzt hat mir den Einsatz eines Lasers empfohlen?

Als „Laser“ im Bereich der Parodontitistherapie wird sehr häufig die photodynamische Therapie bezeichnet. Dabei werden Farbstoffe welche von Bakterien aufgenommen werden durch Licht angeregt und zerstören diese (in Experiment) dadurch.
Die klinische Studienlage ist im Moment noch unzureichend und ein wirklicher Nutzen nicht belegt. Als Konklusion sehen alle Veröffentlichungen derzeit, dass die Photodynamische Therapie nur zusätzlich angewendet werden kann. Als Goldstandard gilt  weiterhin die konventionelle, antiinfektiöse Therapie.

Kann man verloren gegangene Zähne ersetzen?

Ein Ersatz der durch Parodontitis verloren gegangenen Zähne durch Zahnersatz wie beispielsweise durch Brücken, Implantaten oder herausnehmbaren Prothesen ist selbstverständlich möglich.

Was kann ich den vorbeugend tun?

Vorbeugend können Sie eine Menge tun! Das Wichtigste ist Ihre eigene Mundhygiene. Eine sorgfältige Putztechnik, die richtige Zahnbürste und Zahnpasta und ein die Pflege der Zahnzwischenräume ist der Grundstein für Mundgesundheit.
Zusätzlich werden in der Prophylaxe die fest anhaftenden Bakterien durch eine geschulte Fachkraft entfernt. Sie geht auf Ihre spezifische Situation ein und zeigt Ihnen welche Stelle Ihre besondere Aufmerksamkeit benötigen und wie sie die bakteriellen Beläge noch besser beseitigen können.

Zusammenfassung:

Die richtig durchgeführte Mundhygiene zu Hause ist der Grundstein für Ihre Gesundheit. Die regelmäßige Reinigung und Untersuchung durch den Zahnarzt unterstützt Ihre Mundhygiene und deckt versteckte Entzündungsstellen auf.
Bei einer bereits diagnostizierten Parodontitis ist die regelmäßig Nachsorge entscheidend für den dauerhaften Erhalt Ihrer Zähne.
Wir freuen uns auf Ihre Fragen!
Dr. Andreas Vogtner               Dr. Barbara Vogtner

Zahnarzt Notdienst – Ingolstadt

+++Zahnarzt Notdienst Ingolstadt+++
 
Bei Beschwerden sind wir am 16.04. & 17.04.2016 zwischen 10:00 – 12:00 Uhr und 18:00 – 19:00 Uhr für Sie im Dienst. Kommen Sie direkt um 10:00 Uhr bzw. um 18:00 Uhr ohne Terminvereinbarung in die Praxis.
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Dr. Vogtner wünscht frohe Ostern

Frohe Ostern

Wir wünschen Frohe Ostern!

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Sanierung Tiefgarage am Münster

Vom 14.03.2016 bis Mitte 2017 wird die Tiefgarage am Münster generalsaniert.

In dieser Zeit stehen Ihnen als Parkmöglichkeiten zur Verfügung:
Parkplatz am Hallenbad Mitte, Tiefgarage Theater, Tiefgarage Schloss, Parkplatz Festplatz

Weitere Infos finden Sie auf der Webseite der IFG Ingolstadt

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Zahnarzt Notdienst – Ingolstadt

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