Zahnimplantate und Knochenaufbau

Zahnimplantate sind eine hervorragende Möglichkeit, verloren gegangene Zähne ganz so zu rekonstruieren als wären sie nie entfernt worden. Die Implantattherapie ist heute ein ausgereiftes und erprobtes Verfahren und damit sind auch die Grenzen in verschiedenen wissenschaftlichen Veröffentlichungen und Fachkongressen immer wieder verschoben worden.

Dr. Vogtner - Zahnarzt Ingolstadt - Sofort feste Zähne mit fast and fixed
Logo - Deutsche Gesellschaft für Implantologie - DGI

Zu den Anfangszeiten war die weit verbreitete Meinung, dass ein Implantat so lange wie möglich sein muss um dem Zahnersatz genügend Halt zu bieten. Implantate mit einer Länge von 15 mm galten als Standard. Problem dabei: der Eigenknochen wird nach dem Entfernen des Zahnes schnell abgebaut. Folglich waren in den ersten Jahren der Implantologie aufwendige Knochenaufbauten nötig.

Die Herangehensweise ist heute eine andere. Um den chirurgischen Aufwand so gering wie möglich zu halten werden kurze Implantate mit beispielsweise 6 mm Länge verwendet. Diese können häufig ohne eine Rekonstruktion des Knochens inseriert werden. Beschwerden nach der Implantation sind dadurch seltener geworden. Ist eine Implantation ohne Knochenaufbau nicht möglich, ist der Aufwand von der Lokalisation des Implantats und der Defektgröße abhängig.

Die einfachste Art der Rekonstruktion ist die eine Anlagerung von Knochenersatzmaterial, wenn nur wenige Schraubenwindungen eines Implantats nicht von körpereigenem Knochen umgeben sind. Diese partikuläre Anlagerung zum Knochenaufbau kann zusammen mit der Implantation durchgeführt werden.

Im Oberkiefer ist häufig die Kieferhöhle eine Herausforderung. In diesem Luftraum der bereits zur Nase gehört, stecken die Zahnwurzel im Seitenzahnbereich. Wenn nicht genügend Knochen für ein Implantat vorhanden ist, wird dieser konstruiert durch einen externen oder internen Sinuslift.

Von einem internem Sinuslift spricht man, wenn die Schleimhaut welche die Kieferhöhle bedeckt durch das gebohrte Loch in welches das Implantat eingesetzt wird, angehoben wird. Dies ist ein sehr schonendes Verfahren. Aber leider nur in engen Grenzen möglich.

Ist nicht genügend körpereigener Knochen für einen internen Lift vorhanden wird dieser in einem Verfahren aufgebaut welches externer Sinuslift genannt wird. Dafür wird die Schleimhaut der Kieferhöhle durch ein kleines Loch im inneren der Mundhöhle angehoben und der Knochenaufbau durchgeführt. Je nach Höhe und Qualität des Knochens kann das Implantat in der gleichen Behandlung gesetzt werden oder 4-6 Monate später.

Sowohl im Oberkieferfrontzahnbereich als auch im Unterkiefer kann ein Knochenaufbau vor der Implantation notwendig sein. Das Fachwort dafür ist Augmentation. Früher wurde dafür häufig ein Knochenblock aus dem Unterkieferwinkel entnommen. Dies ist heute durch Weiterentwicklungen in den Biotechnologien häufig nicht mehr notwendig.

Sie brauchen ein Implantat mit Knochenaufbau oder sind sich unsicher, ob eine Diagnose korrekt ist?