Master of Science in Parodontologie und Implantattherapie (DG Paro)

Dresden – Im Rahmen der zweijährigen Spezialisierung „Master of Science in Parodontologie und Implantattherapie“ wurden nach erfolgreichem Abschluss am Samstag den 15.10.2016 die Zeugnisse verliehen.

Das Masterprogramm welches von der Technischen Universität Dresden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie veranstaltet wird, erstreckt sich über 2,5 Jahre und vermittelt detailliertes Wissen in der Parodontologie und Implantologie.

Nach 25 Modulen, 6 Klausuren, 6 Fallpräsentationen und einer Masterthesis mit mündlicher Verteidigung wurden am Samstag dann endlich die lang ersehnten Zeugnisse vom Studiumsleiter Prof. Dr. Hoffmann (Dresden) sowie dem Fortbildungsbeauftragtem der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie Prof. Dr. Dr. h.c. Holger Jentsch (Leipzig) verliehen.

Mehr zu Parodontologie

 Mehr zu Implantologie

 

 

FAQ: Parodontitis (Parodontose) – Die häufigsten Fragen

In dieser Rubrik beantworten wir Ihre häufigsten Fragen aus unserer Sprechstunde zu einem speziellen Thema.
Diese Mal zum Thema Parodontitis (Parodontose):

Was ist Parodontitis eigentlich?

Parodontitis ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparats – also aller Strukturen die den Zahn in der Mundhöhle befestigen. Umgangssprachlich wird auch der Begriff Parodontose sehr häufig verwendet.

Was geschieht bei einer Parodontitis eigentlich?

Ausgangspunkt für diese langsam voranschreitende (=chronische) Erkrankung ist die alleinige Entzündung des Zahnfleischs. Diese bezeichnet man als Gingivitis.
Die Parodontitis ist eine chronische Entzündung, aufgrund dessen es zu einem langsamen und schleichenden Abbau des Kieferknochens kommt. Betroffen ist der gesamte Zahnhalteapparat: Zahnfleisch (Gingiva), Kieferknochen (Alveolarknochen), Wurzelzement und Wurzelhaut.

Und wie genau entwickelt sich die Parodontitis?

Parodontitis ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Die Bakterien lagern sich auf der Zahnoberfläche ab und bilden Stoffwechselprodukte, welche ins Zahnfleisch eindringen. Der Körper reagiert mit der Aktivierung der Immunabwehr. Es entsteht eine Gingivitis. In der Folge schwillt das Zahnfleisch und es entstehen Zahnfleischtaschen. In diesen vermehren sich die Bakterien ungestört. Die Ansammlung von Bakterien wird auch Plaque genannt. Diese Beläge sind mit der Zahnbürste nicht mehr zu entfernen, da sie zu fest auf den Zähnen kleben. Ist die Gingivitis zu lange vorhanden, greift sie auf den unter der Schleimhaut liegenden Knochen über.
Ab diesem Zeitpunkt spricht man von einer Parodontitis. Dabei geht die Anheftung des Zahnfleischs an die Wurzelhaut des Zahns verloren, Knochen wird abgebaut und der Zahn kann ausfallen.

Welche Ursachen führen zur Entstehung von Parodontitis?

Grundvoraussetzung ist eine bakterielle Infektion. Sehr häufig ist eine unzureichende Mundhygiene dafür verantwortlich. Daneben werden Risikofaktoren damit assoziiert: Diabetes, Erkrankungen des Immunsystems (z.B. AIDS), Ernährung und genetische Veranlagung.
Wichtigster und durch sehr gute Studienlage belegter Kofaktor ist das Rauchen.

Wann sollte ich zum Zahnarzt gehen?

So früh wie möglich! Parodontitis ist eine langsame voranschreitenden Erkrankung, die im Frühstadium sehr gut therapierbar ist. Je länger der destruktive Knochenabbau stattgefunden hat, umso schwieriger ist die Therapie. In schweren Fällen der Parodontitis werden Zähne dann bereits locker und sind nicht mehr zu retten. Es gilt: Je früher, desto besser.

Wie erkenne ich Anzeichen für eine Erkrankung?

Anzeichen für die Entstehung einer Gingivitis oder auch Parodontitis sind: Anschwellen des Zahnfleisch, Rötung des Zahnfleischs, Blutung beim Zähne putzen, Lockerung der Zähne.

Und wie sieht die Parodontitistherapie aus?

Für die Behandlungsplanung ist zunächst ein ausführlicher Parodontalbefund wichtig. Dabei werden wichtige Werte gemessen, wie beispielsweise die Taschentiefe, der Zahnfleischrückgang, die Lockerung der Zähne, Blutungswerte des Zahnfleischs, Plaqueanhaftungen. Dieser Befund wird schmerzfrei mit einer speziellen Sonde erhoben. Bei sehr hartnäckigen Erkrankungsformen kann als zusätzliches Hilfsmittel noch eine Bakterienbestimmung sinnvoll sein.
Die Befunderhebung komplettieren Röntgenaufnahmen der Zähne, um mögliche Entzündungsherde und Knochendefekte darzustellen.
Der erste Schritt der Behandlung ist die antiinfektiöse Therapie. Dabei werden zunächst die Zahnfleischtaschen gereinigt und die Mundhygiene optimiert. Bei sehr schweren Verlaufsformen kann es sinnvoll sein, diesen Schritt zu überspringen und direkt mit der Tiefenreinigung zu starten.
Die Tiefenreinigung wird in lokaler Betäubung durchgeführt. Dabei werden die Zahnwurzeln von Bakterienanhaftungen (Konkrementen, Biofilm) gereinigt und die Wurzeloberflächen geglättet. Bei einem sehr aggressiven Bakterienspektrum kann zusätzlich die Einnahme von speziellen Antibiotika notwendig sein, um wirklich alle Bakterien zu eliminieren.
Nach Kontrolle des Therapieergebnisses kann es sinnvoll sein durch die Parodontitis entstandene Defekt zu reparieren. Dabei gibt es verschiedene Methoden, um dass Zahnfleisch zu nachwachsen anzuregen und die Situation zu stabilisieren.

Mein Zahnarzt hat mir den Einsatz eines Lasers empfohlen?

Als „Laser“ im Bereich der Parodontitistherapie wird sehr häufig die photodynamische Therapie bezeichnet. Dabei werden Farbstoffe welche von Bakterien aufgenommen werden durch Licht angeregt und zerstören diese (in Experiment) dadurch.
Die klinische Studienlage ist im Moment noch unzureichend und ein wirklicher Nutzen nicht belegt. Als Konklusion sehen alle Veröffentlichungen derzeit, dass die Photodynamische Therapie nur zusätzlich angewendet werden kann. Als Goldstandard gilt  weiterhin die konventionelle, antiinfektiöse Therapie.

Kann man verloren gegangene Zähne ersetzen?

Ein Ersatz der durch Parodontitis verloren gegangenen Zähne durch Zahnersatz wie beispielsweise durch Brücken, Implantaten oder herausnehmbaren Prothesen ist selbstverständlich möglich.

Was kann ich den vorbeugend tun?

Vorbeugend können Sie eine Menge tun! Das Wichtigste ist Ihre eigene Mundhygiene. Eine sorgfältige Putztechnik, die richtige Zahnbürste und Zahnpasta und ein die Pflege der Zahnzwischenräume ist der Grundstein für Mundgesundheit.
Zusätzlich werden in der Prophylaxe die fest anhaftenden Bakterien durch eine geschulte Fachkraft entfernt. Sie geht auf Ihre spezifische Situation ein und zeigt Ihnen welche Stelle Ihre besondere Aufmerksamkeit benötigen und wie sie die bakteriellen Beläge noch besser beseitigen können.

Zusammenfassung:

Die richtig durchgeführte Mundhygiene zu Hause ist der Grundstein für Ihre Gesundheit. Die regelmäßige Reinigung und Untersuchung durch den Zahnarzt unterstützt Ihre Mundhygiene und deckt versteckte Entzündungsstellen auf.
Bei einer bereits diagnostizierten Parodontitis ist die regelmäßig Nachsorge entscheidend für den dauerhaften Erhalt Ihrer Zähne.
Wir freuen uns auf Ihre Fragen!
Dr. Andreas Vogtner               Dr. Barbara Vogtner

„Streit um die Zahnseide – hilft sie oder hilft sie nicht?“ Ein Beitrag aus der Süddeutschen Zeitung lässt Raum für Diskussionen

Derzeit wird über die Wirksamkeit von Zahnseide diskutiert. Diese Diskussion bezieht sich aber vor allem auf die aktuelle Studienlage. Die Süddeutschen Zeitung schreibt dazu:

Wer Karies vermeiden will, muss die Zwischenräume sauber halten, heißt es beim Zahnarzt. Doch das ist umstritten, selbst das US-Gesundheitsministerium empfiehlt Zahnseide nicht mehr.

Der Artikel bezieht sich auf ein Cochrane Review, welches den Gebrauch von Zahnseide + Zähneputzen in 12 Studien untersuchte.

Die Ergebnisse:

  • In 10 Studien konnte keine bzw. nur schwache Evidenz für die Effektivität von Zähneputze + Zahnseide bei der Plaquereduktion nach einem Untersuchungszeitraum von 1 oder 3 Monaten gefunden werden
  • keine Studie konnte die Effektivität von Zahnseide bei der Vermeidung von Karies nachweisen
  • 12 Studien kamen zum Ergebnis, dass Zähneputzen + Zahnseide im Gegensatz zu Zähneputzen alleine die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) reduziert.

Im Zuge der DMS IV konnte gezeigt werden, dass vor allem die Parodontalerkrankungen angestiegen sind:

Die Daten der bevölkerungsrepräsentativen Studie zeigen jedoch, dass Parodontalerkrankungen weit verbreitet sind und seit 1997 eher zugenommen haben. Unter den Erwachsenen leiden 52,7 % unter mittelschweren (CPI Grad 3) und 20,5 % unter schweren Formen der Parodontitis (CPI Grad 4; Tabelle 3). Bei den Senioren sind 48,0 % von einer mittelschweren und 39,8 % von einer schweren Erkrankung betroffen. Damit ist man von den für 2020 gesteckten Zielen noch weit entfernt. Grund für diesen negativen Trend könnte u. a. der Umstand sein, dass bei diesen Altersgruppen weniger Zähne durch Karies verloren gehen. Damit sind die vorhandenen Zähne mit zunehmendem Lebensalter aber einem steigenden Risiko für parodontale Erkrankungen und auch für Wurzelkaries ausgesetzt.

Die Bundeszahnärztekammer gibt folgende Stellungnahme dazu ab:

Aus praktischen Erwägungen heraus sind Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten gut geeignet, um Beläge zu entfernen. Zahnzwischenraumbürsten sind bei offenen Zahnzwischenräumen und parodontalen Erkrankungenempfehlenswert, bei engen Zwischenräumen erscheint Zahnseide nach wie vor die beste Lösung, um Beläge zu entfernen.
Die Bundeszahnärztekammer befürwortet grundsätzlich weitere Studien, um eine abschließende wissenschaftliche Einordnung der Praxiserfahrungen zu dokumentieren.

Aus diesem Grund wird der Gebrauch der (wirksamen und „richtigen“) Zahnseide immer noch empfohlen. Zahnzwischenraumpflege ist ein unverzichtbarer Bestandteil der täglichen Mundhygiene.

 

Studie bei Cochrane Library:

Flossing for the management of periodontal diseases and dental caries in adults

Der DMS IV – Kurzüberblick:

DMS IV – Parodontalerkrankungen

Stellungnahme Bundeszahnärztekammer:

Positionspapier zum Gebrauch von Zahnseide

den vollständigen Artikel der SZ gibts hier:

Streit um die Zahnseide – hilft sie oder hilft sie nicht? — Gesundheit – SZ.de

 

Elektrische Zahnbürsten im Test

Im ersten Termin sprechen wir immer über das Thema Mundhygiene und Zahnputztechniken. Dabei zeigt sich häufig, dass eine konventionelle Handzahnbürste nicht das gleiche Ergebnis wie eine elektrische Zahnbürste erreicht.

Aber welche elektrische ist empfehlenswert? Und welche Hersteller gibt es? Die Süddeutsche Zeitung hat hier einen (nicht objektiven) Test veröffentlicht, der aber zumindest einen guten Marktüberblick bietet:

Elektrische Zahnbürste im Test der Süddeutschen Zeitung >>
Neben der richtigen Zahnbürste ist aber die Technik entscheidend! Wichtig dabei:

  • Nicht zu viel Druck. Die Bürste hierfür am einfachsten zwischen Daumen, Zeige- und Mittelfinger halten.
  • Die elektrische Zahnbürste arbeiten lassen und nicht schrubben
  • Alle Zahnflächen systematisch reinigen

Sommerferien 2016: Achtung Baustelle

+++ Achtung Baustelle +++

Für Sie zur Info:

Die Stadt Ingolstadt saniert im Bereich der Westlichen Ringstraße und Neuburger Straße.
Die Baustellen sollen bis Ende der Sommerferien abgeschlossen sein.

Planen Sie die Verkehrsänderungen bitte bei Ihrer Anreise mit ein.

Dr. Vogtner wünscht frohe Ostern

Frohe Ostern

Wir wünschen Frohe Ostern!

Genießen Sie die freien Tage.
Ab Dienstag sind wir wieder für Sie da!

Sanierung Tiefgarage am Münster

Vom 14.03.2016 bis Mitte 2017 wird die Tiefgarage am Münster generalsaniert.

In dieser Zeit stehen Ihnen als Parkmöglichkeiten zur Verfügung:
Parkplatz am Hallenbad Mitte, Tiefgarage Theater, Tiefgarage Schloss, Parkplatz Festplatz

Weitere Infos finden Sie auf der Webseite der IFG Ingolstadt

Wir freuen uns auf Ihren Termin in unserer Praxis!

Zahnarzt Notdienst – Ingolstadt

+++Zahnärztlicher Notdienst+++
 
Wir sind ab heute wieder im Einsatz.
Bei Beschwerden sind wir heute und morgen (04.01.16 + 05.01.16) ohne Termin zwischen 10:00 – 12:00 Uhr und 18:00 – 19:00 Uhr für Sie in der Praxis.
 
Unsere Telefonnummer: 0841 32411
 
‪#‎Zahnarzt‬ ‪#‎Notdienst‬ ‪#‎Ingolstadt‬

Freie Stelle als ZFA (m/w) bzw Auszubildende/r ZFA (m/w)

Derzeit suchen wir neue Teammitglieder für die zahnärztliche Behandlung.

Sie arbeiten gern eigenverantwortlich und haben Freude an Ihrem Beruf? Sie lieben den Umgang mit Patienten? Sie fragen sich ob es noch mehr zu lernen gibt in Ihrem Beruf?

Dann sind Sie bei uns an der richtigen Adresse!

Die Zahnärzte am Münster brauchen dringend Verstärkung. Wir suchen eine/n

Zahnmedizinsche Fachangestellte (m/w)
oder
Auszubildende/n zur ZFA (m/w)

Erleben Sie erstklassige Zahnmedizin hautnah. Zu Ihren Aufgaben gehören die Patientenbetreuung, die Entlastung der Zahnärzte durch die Behandlungsassistenz, die Dokumentation der Behandlung, die telefonische Beratung sowie die Organisation des Recalls.

Anforderungen:

-Verantwortungsbewusstsein, Freundlichkeit, Einsatzbereitschaft und Flexibilität
-Freude am Umgang mit Menschen
-gepflegtes Erscheinungsbild
-Organisationsgeschick
-Computerkenntnisse
-sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
-Erfahrung mit der Betreuung von Patienten am Telefon

Ihre Aufgaben im Detail:

  • Patientenannahme / Patientenverabschiedung
  • Entlastung der Zahnärzte durch die Assistenz bei der Behandlung
  • Unterstützung bei der optimalen zahnmedizinischen Versorgung der Patienten durch kundenorientierte, individuelle Patientenbetreuung einen Beitrag zur Zufriedenheit der Patienten leisten
  • durch sorgfältige Dokumentation der Behandlungsleistungen zur rechtlichen Absicherung und zum wirtschaftlichen Erfolg der Praxis beitragen
  • Organisation des Behandlungsablaufs
  • persönliche und telefonische Betreuung unserer Patienten
  • Bearbeitung der Korrespondenz
  • telefonischer / schriftlicher Recall (Terminerinnerung)
  • Organisation von Fortbildungsveranstaltungen

Wir bieten:

  • Einblick in eine neue Arbeitswelt
  • Einarbeitung
  • leistungsgerechte Bezahlung
  • freundliche und kollegiale Atmosphäre
  • ein junges und sympatischesTeam
  • neue Herausforderungen und ein hoch interessantes Arbeitsgebiet
  • geregelte Arbeitszeiten
Wenn Sie sich angesprochen fühlen, freuen wir uns uns auf Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen per E-Mail oder Post

Zahnärzte am Münster
Bergbräustraße 2, 85049 Ingolstadt, Deutschland

Telefon: 0841 – 32 411
Telefax: 0841 – 88 17 107

E-Mail: info@drvogtner.de
Internet: www.drvogtner.de

Ansprechpartner: Herr Dr. Andreas Vogtner