Die Zahnärzte am Münster sind Ihr Ansprechpartner in Ingolstadt zu den Themen: Fast&Fixed, Parodontologie, Endodontie und Rekonstruktive Zahnheilkunde.

Beiträge

Dunkler Zahn – muss nicht sein!

Ein Klassiker den wir fast wöchentlich bei unseren Neupatienten sehen: ein dunkler und verfärbter Schneidezahn.

Aber das muss nicht sein. Und meistens lässt sich dieses Problem mit relativ einfachen Mitteln beheben:

Zuerst haben wir das Zahninnere mit einer Wurzelbehandlung gereinigt und desinfiziert. Anschließend wurde der Zahn von innen aufgehellt und gebleicht. Das wars. Eine lange Leidensgeschichte in kurzer Zeit gelöst.

Wurzelbehandlung > Bleichen > Komposit.

Ein schönes Lächeln mit Keramikveneers

Ein neues Lächeln mit Keramikveneers.

Dies ist ein Beispiel dafür wie verfärbte Schneidezähne das Lächeln beeinträchtigten. Im oberen Foto konnte/wollte die Patientin nicht mehr von ihren Zähnen zeigen. Im unteren Foto hat sie das nach Versorgung mit Keramikveneers wieder gerne gemacht. Eine schöne und minimalinvasive Versorgung!

Ein Lächeln mit Keramikveneers

Gebrochener Schneidezahn

Einen gebrochenen Schneidezahn ist immer erstmal ein Schock. Dass muss aber nicht sein! Diesen Zahn haben wir mit dem Fragment und Komposit rekonstruiert. Sieht aus wie vor dem Unfall!

Wir stellen ein: Zahnmedizinische Fachangestellte (m/w)

Sie arbeiten gern eigenverantwortlich und haben Freude an Ihrem Beruf?

Sie lieben den Umgang mit Patienten? 
Sie fragen sich ob es noch mehr zu lernen gibt in Ihrem Beruf?

Dann sind Sie bei uns an der richtigen Adresse!

Die Zahnärzte am Münster brauchen dringend Verstärkung. Wir suchen eine/n

Zahnmedizinische Fachangestellte m/w

Sie sollten möglichst über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen.

Anforderungen:

-Verantwortungsbewusstsein, Freundlichkeit, Einsatzbereitschaft und Flexibilität
-Freude am Umgang mit Menschen
-gepflegtes Erscheinungsbild
-Organisationsgeschick
-Computerkenntnisse
-sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
-Erfahrung mit der Betreuung von Patienten am Telefon

Ihre Aufgaben:

  • Patientenannahme / Patientenverabschiedung
  • Entlastung der Zahnärzte durch die Assistenz bei der Behandlung
  • Unterstützung bei der optimalen zahnmedizinischen Versorgung der Patienten durch kundenorientierte, individuelle Patientenbetreuung einen Beitrag zur Zufriedenheit der Patienten leisten
  • durch sorgfältige Dokumentation der Behandlungsleistungen zur rechtlichen Absicherung und zum wirtschaftlichen Erfolg der Praxis beitragen
  • Organisation des Behandlungsablaufs
  • persönliche und telefonische Betreuung unserer Patienten
  • Bearbeitung der Korrespondenz
  • telefonischer / schriftlicher Recall (Terminerinnerung)
  • Organisation von Fortbildungsveranstaltungen

Wir bieten:

  • Einblick in eine neue Arbeitswelt
  • Einarbeitung
  • leistungsgerechte Bezahlung
  • freundliche und kollegiale Atmosphäre
  • ein junges und aufstrebendes Team
  • neue Herausforderungen und ein hoch interessantes Arbeitsgebiet
  • geregelte Arbeitszeiten

Wenn Sie sich angesprochen fühlen, freuen wir uns uns auf Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen per E-Mail oder Post.

Weitere Infos finden Sie hier >>

Zahnärzte am Münster
Dr. Andreas Vogtner
Dr. Barbara Vogtner
Bergbräustraße 2, 85049 Ingolstadt, Deutschland

Telefon: 0841 – 32 411
Telefax: 0841 – 88 17 107

E-Mail: jobs@drvogtner.de
Internet: www.drvogtner.de

Ansprechpartner: Herr Dr. Andreas Vogtner

Warum Weisheitszähne entfernt werden

Spätestens wenn die Weisheitszähne durchbrechen stellt sich die Frage: Müssen die Weisheitszähne entfernt werden? Oder können sie erhalten bleiben? Falls nicht: wie läuft die Entfernung ab?

Da rund 80% aller junger Erwachsener mindestens einen nicht durchgebrochenen Weisheitszahn haben stellen sich viele Patienten diese Fragen.

Wann müssen Weisheitszähne eigentlich entfernt werden?

Die Weisheitszähne bilden sich viel später als die restlichen Zähne. Erst im jungen Erwachsenenalter brechen sie in die Mundhöhle durch. Allerdings ist dass davon abhängig ob genügend Platz in der Zahnreihe vorhanden ist. Falls nicht oder wenn einer oder mehrere Weisheitszähne quer liegen kann die Entfernung sinnvoll sein. Im Notfall wenn die Wange schon geschwollen oder Schluckbeschwerden vorhanden sind gibt es kaum einen anderen Ausweg als die Weisheitszahnentfernung.

Aktuelle Röntgenbilder geben Auskunft darüber wie die Zähne im Kieferknochen liegen. Ausserdem können anhand der Bilder die Nachbarstrukturen (Nerven, andere Zähne) beurteilt werden.

Der Ablauf einer Weisheitszahnentfernung

In der Regel wird die Weisheitszahnentfernung in örtlicher Betäubung durchgeführt. Dabei geht der Operateur so minimal invasiv wie möglich vor und schont dabei das umliegende Gewebe. Um den Zahn entfernen zu können muss in manchen Fällen Knochen abgetragen und der Zahn geteilt werden. Deshalb entstehen nach dem Eingriff Schwellungen und evtl. Blutergüsse. Um die postoperativen Nachwirkungen so gering wie möglich zu halten kann der Patient aber zu Hause einiges tun.

Wie Sie Beschwerden lindern und gleichzeitig die Wundheilung unterstützen

Wie stark die postoperativen Beschwerden sind, hängt einerseits von der Komplexität des Eingriffs ab und andererseits vom Verhalten des Patienten. Postoperative Beschwerden in den ersten drei Tagen nach einer Weisheitszahnentfernung sind normal. Ibuprofen hat sich als Mittel der Wahl bei Schmerzen bewährt. Im Gegensatz zu Acetylsalicylsäure welches blutverdünnend wirkt. In den ersten 48 Stunden soll die Wange zudem gut gekühlt werden um die Schwellung zu reduzieren.

Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol und Hitze sind in den ersten 3 Tagen nach der Operation tabu. Jede Form von Tabak sollte vermieden werden da Wundheilungsstörungen vermehrt bei Rauchern auftreten.

Wichtig für Ihre Genesung ist Ruhe und Erholung in den ersten 3-4 Tagen nach der Weisheitszahnentfernung. Die Wundheilung läuft dadurch schneller ab und Sie sind schneller wieder fit.

Bei Fragen kontaktieren Sie uns.
Ihr Zahnarzt Ingolstadt.

Mehr zu Oralchirurgie >>

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FAQ Wurzelbehandlung

In dieser Rubrik beantworten wir Ihre häufigsten Fragen aus unserer Sprechstunde zu einem speziellen Thema. 

Diese Mal zum Thema Endodontie (Wurzelbehandlung):

Wann ist eine Wurzelbehandlung eigentlich notwendig?

Wenn der Zahnnerv stark entzündet oder bereits abgestorben ist. Das entzündete bzw. abgestorbene Gewebe ist die ideale Umgebung und Nährboden für Bakterien und Pilze. Durch Erweiterung und Desinfektion des Zahninneren sowie den bakteriendichten Verschluss  wird den Mikroorganismen die Lebensgrundlage entzogen.

War die Erstbehandlung mit einer Wurzelbehandlung nicht erfolgreich, kann der Zahn in den meisten Fällen dennoch mittels einer Revisionsbehandlung erhalten werden. Nur der eigene Zahn hat biologisch wichtigen Eigenschaften wie beispielsweise den Tastsinn. Dieser kann durch ein Implantat nicht ersetzt werden. Deshalb gilt immer die Devise: Zahnerhalt geht vor Zahnersatz!

Ist diese Behandlung schmerzhaft?

Der zu behandelnde Zahn wird lokal betäubt so dass Sie von der Wurzelbehandlung nichts spüren.

Kann ich nach der Behandlung ganz normal in die Arbeit gehen?

Der Zahn wird nach der Behandlung adhäsiv verschlossen (geklebt) und kann ganz normal wie die anderen Zähne auch belastet werden. Sie können Ihren gewohnten Tätigkeiten (Arbeit, Sport etc.) nachgehen.

Gibt es Alternativen zur Wurzelbehandlung?

Ja. Die Alternative ist die Entfernung des Zahnes.

Wie lange hält ein wurzelbehandelter Zahn?

Ein wurzelbehandelter Zahn hält ein Leben lang. Vorausgesetzt er wird entsprechend gepflegt.

Wie läuft die Behandlung ab?

Im Normalfall sind 1-2 Behandlungssitzungen notwendig für eine erfolgreiche Behandlung. Dabei wird das Innere des Zahns unter Kofferdamm behandelt. In der ersten Sitzung wird der Zahn desinfiziert und für eine bakteriendichte Füllung vorbereitet. Im zweiten Termin wird der Zahn mit verschiedenen Lösungen und Ultraschall desinfiziert und mit einer bakteriendichten Wurzelfüllung versorgt.

Was ist die elektrometrische Längenbestimmung?

Die modernen Elektrometrie misst die Länge des Wurzelkanals über den Dentinwiderstand. Dabei kann das Foramen in 90%  aller untersuchten Zähne exakt bestimmt werden. Bei einer reinen röntgenologischen Untersuchung gelingt dies nur zu 60%.

Wozu ein Mikroskop?

Das Dentalmikroskop ist ein wichtiges Hilfsmittel um auch kleinste Strukturen im Zahninneren zu erkennen. So sind die Eingänge zu Wurzelkanälen oftmals unter Reizdentin versteckt oder im Bereich eines Wurzelkanals zweigt ein weiterer Kanal ab. Diese winzigen Strukturen sind oftmals der Grund für Beschwerden nach bereits erfolgter Ersttherapie und können nur zuverlässig mit einem Dentalmikroskop behandelt werden.
Eine moderne Wurzelbehandlung ist ohne ein Dentalmikroskop nicht vorstellbar.

Was kostet die Wurzelbehandlung?

Das hängt vom Aufwand ab. Und damit vom betroffenem Zahn. Aus jeden Fall ist eine Wurzelkanalbehandlung günstiger als Zahnersatz. Und das unabhängig von der Lokalisation.

Deutsche Mundgesundheitsstudie V (DMS V)

Die deutsche Mundgesundheitsstudie untersucht seit  1989 in regelmäßigen Abständen die Mundgesundheit in der Bevölkerung. Durchgeführt wird die Studie durch das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) im Auftrag der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) und der Bundeszahnärztekammer (BZÄK).

Die DMS V

Für die nun vorliegende DMS V wurden von 10/2013 bis 07/2014 insgesamt 4600 Menschen in 90 verschiedenen Untersuchungsgemeinden repräsentativ untersucht und befragt.

Die zentralen Ergebnisse

  1. Die Karieserkrankungen sind ingesamt rückläufig. 81 % der Kinder (12 Jahre) sind heute kariesfrei. Das gleiche gilt für junge Erwachsene (35 – 44 Jahre). Hier sind durchschnittlich 4,9 Zähne von Karies betroffen. Das ist ein Rückgang von 30 % seit 1997.
  2. Der Behandlungsbedarf steigt prognostisch bei Parodontitis an. Zwar hat sich die Anzahl der schweren Parodontitiden halbiert, aber aufgrund der demografischen Entwicklung und der besseren Möglichkeiten der Zahnerhaltung erhöht sich die Anzahl der Parodontitiserkrankungen.
  3. Eigene und gesunde Zähne sind heute durch die Fortschritte in der Zahnerhaltung und der Parodontitistherapie möglich. In der Untersuchungsgruppe der jüngeren Senioren (65 – 74 Jahre) ist die Zahnlosigkeit stark zurückgegangen. Durch den Fortschritt in der Zahnerhaltung ist Zahnlosigkeit heute vermeidbar.
  4. Die demografische Entwicklung wird in den kommenden Jahrzehnten zum zentralen Problem. Knapp 30% der pflegebedürftige Menschen kann Zähne und Zahnersatz nicht mehr selbst pflegen.

Insgesamt zeigt die Studie, dass Vorsorgeprogramme ihre Wirkung entfalten und wir  auf dem richtigen Weg sind und Zahnlosigkeit heute vermeidbar ist.

Hier finden Sie weitere Infos zu Parodontitis und Dentalhygiene.

Links:

Die DMS V in Kurzfassung 

Offzielle Seite der Bundeszahnärztekammer

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Bonusheft – Ihre Erinnerung zur Prophylaxe

Das Bonusheft dient Ihnen als Gedankenstütze für die Prophylaxe. Wir verbinden damit die jährliche, zahnärztliche Vorsorgeuntersuchung. In einem Termin ist alles erledigt.

Natürlich erinnern wir Sie auch gerne an Ihren Recalltermin. Sie können wählen zwischen dem klassischen Brief, einer Erinnerungs-Mail oder als SMS-Nachricht auf Ihr Mobilgerät. Teilen Sie uns Ihren Favoriten einfach mit.

Noch bis Ende Dezember haben Sie Gelegenheit Ihr Bonusheft zu aktualisieren. Rufen Sie uns an und vereinbaren einen Termin zur Zahngesundheitsuntersuchung. Diese kombiniert die Prophylaxe mit der jährlichen zahnärztlichen Kontrolle. Bringen Sie ihr Bonusheft mit oder fragen Sie danach. Wir stellen dieses gerne für Sie aus.

Weitere Informationen finden Sie hier >> KZVB

Holen Sie sich rechtzeitig den Stempel für das Jahr 2016!

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FAQ: Parodontitis (Parodontose) – Die häufigsten Fragen

In dieser Rubrik beantworten wir Ihre häufigsten Fragen aus unserer Sprechstunde zu einem speziellen Thema.
Diese Mal zum Thema Parodontitis (Parodontose):

Was ist Parodontitis eigentlich?

Parodontitis ist eine Erkrankung des Zahnhalteapparats – also aller Strukturen die den Zahn in der Mundhöhle befestigen. Umgangssprachlich wird auch der Begriff Parodontose sehr häufig verwendet.

Was geschieht bei einer Parodontitis eigentlich?

Ausgangspunkt für diese langsam voranschreitende (=chronische) Erkrankung ist die alleinige Entzündung des Zahnfleischs. Diese bezeichnet man als Gingivitis.
Die Parodontitis ist eine chronische Entzündung, aufgrund dessen es zu einem langsamen und schleichenden Abbau des Kieferknochens kommt. Betroffen ist der gesamte Zahnhalteapparat: Zahnfleisch (Gingiva), Kieferknochen (Alveolarknochen), Wurzelzement und Wurzelhaut.

Und wie genau entwickelt sich die Parodontitis?

Parodontitis ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Die Bakterien lagern sich auf der Zahnoberfläche ab und bilden Stoffwechselprodukte, welche ins Zahnfleisch eindringen. Der Körper reagiert mit der Aktivierung der Immunabwehr. Es entsteht eine Gingivitis. In der Folge schwillt das Zahnfleisch und es entstehen Zahnfleischtaschen. In diesen vermehren sich die Bakterien ungestört. Die Ansammlung von Bakterien wird auch Plaque genannt. Diese Beläge sind mit der Zahnbürste nicht mehr zu entfernen, da sie zu fest auf den Zähnen kleben. Ist die Gingivitis zu lange vorhanden, greift sie auf den unter der Schleimhaut liegenden Knochen über.
Ab diesem Zeitpunkt spricht man von einer Parodontitis. Dabei geht die Anheftung des Zahnfleischs an die Wurzelhaut des Zahns verloren, Knochen wird abgebaut und der Zahn kann ausfallen.

Welche Ursachen führen zur Entstehung von Parodontitis?

Grundvoraussetzung ist eine bakterielle Infektion. Sehr häufig ist eine unzureichende Mundhygiene dafür verantwortlich. Daneben werden Risikofaktoren damit assoziiert: Diabetes, Erkrankungen des Immunsystems (z.B. AIDS), Ernährung und genetische Veranlagung.
Wichtigster und durch sehr gute Studienlage belegter Kofaktor ist das Rauchen.

Wann sollte ich zum Zahnarzt gehen?

So früh wie möglich! Parodontitis ist eine langsame voranschreitenden Erkrankung, die im Frühstadium sehr gut therapierbar ist. Je länger der destruktive Knochenabbau stattgefunden hat, umso schwieriger ist die Therapie. In schweren Fällen der Parodontitis werden Zähne dann bereits locker und sind nicht mehr zu retten. Es gilt: Je früher, desto besser.

Wie erkenne ich Anzeichen für eine Erkrankung?

Anzeichen für die Entstehung einer Gingivitis oder auch Parodontitis sind: Anschwellen des Zahnfleisch, Rötung des Zahnfleischs, Blutung beim Zähne putzen, Lockerung der Zähne.

Und wie sieht die Parodontitistherapie aus?

Für die Behandlungsplanung ist zunächst ein ausführlicher Parodontalbefund wichtig. Dabei werden wichtige Werte gemessen, wie beispielsweise die Taschentiefe, der Zahnfleischrückgang, die Lockerung der Zähne, Blutungswerte des Zahnfleischs, Plaqueanhaftungen. Dieser Befund wird schmerzfrei mit einer speziellen Sonde erhoben. Bei sehr hartnäckigen Erkrankungsformen kann als zusätzliches Hilfsmittel noch eine Bakterienbestimmung sinnvoll sein.
Die Befunderhebung komplettieren Röntgenaufnahmen der Zähne, um mögliche Entzündungsherde und Knochendefekte darzustellen.
Der erste Schritt der Behandlung ist die antiinfektiöse Therapie. Dabei werden zunächst die Zahnfleischtaschen gereinigt und die Mundhygiene optimiert. Bei sehr schweren Verlaufsformen kann es sinnvoll sein, diesen Schritt zu überspringen und direkt mit der Tiefenreinigung zu starten.
Die Tiefenreinigung wird in lokaler Betäubung durchgeführt. Dabei werden die Zahnwurzeln von Bakterienanhaftungen (Konkrementen, Biofilm) gereinigt und die Wurzeloberflächen geglättet. Bei einem sehr aggressiven Bakterienspektrum kann zusätzlich die Einnahme von speziellen Antibiotika notwendig sein, um wirklich alle Bakterien zu eliminieren.
Nach Kontrolle des Therapieergebnisses kann es sinnvoll sein durch die Parodontitis entstandene Defekt zu reparieren. Dabei gibt es verschiedene Methoden, um dass Zahnfleisch zu nachwachsen anzuregen und die Situation zu stabilisieren.

Mein Zahnarzt hat mir den Einsatz eines Lasers empfohlen?

Als „Laser“ im Bereich der Parodontitistherapie wird sehr häufig die photodynamische Therapie bezeichnet. Dabei werden Farbstoffe welche von Bakterien aufgenommen werden durch Licht angeregt und zerstören diese (in Experiment) dadurch.
Die klinische Studienlage ist im Moment noch unzureichend und ein wirklicher Nutzen nicht belegt. Als Konklusion sehen alle Veröffentlichungen derzeit, dass die Photodynamische Therapie nur zusätzlich angewendet werden kann. Als Goldstandard gilt  weiterhin die konventionelle, antiinfektiöse Therapie.

Kann man verloren gegangene Zähne ersetzen?

Ein Ersatz der durch Parodontitis verloren gegangenen Zähne durch Zahnersatz wie beispielsweise durch Brücken, Implantaten oder herausnehmbaren Prothesen ist selbstverständlich möglich.

Was kann ich den vorbeugend tun?

Vorbeugend können Sie eine Menge tun! Das Wichtigste ist Ihre eigene Mundhygiene. Eine sorgfältige Putztechnik, die richtige Zahnbürste und Zahnpasta und ein die Pflege der Zahnzwischenräume ist der Grundstein für Mundgesundheit.
Zusätzlich werden in der Prophylaxe die fest anhaftenden Bakterien durch eine geschulte Fachkraft entfernt. Sie geht auf Ihre spezifische Situation ein und zeigt Ihnen welche Stelle Ihre besondere Aufmerksamkeit benötigen und wie sie die bakteriellen Beläge noch besser beseitigen können.

Zusammenfassung:

Die richtig durchgeführte Mundhygiene zu Hause ist der Grundstein für Ihre Gesundheit. Die regelmäßige Reinigung und Untersuchung durch den Zahnarzt unterstützt Ihre Mundhygiene und deckt versteckte Entzündungsstellen auf.
Bei einer bereits diagnostizierten Parodontitis ist die regelmäßig Nachsorge entscheidend für den dauerhaften Erhalt Ihrer Zähne.
Wir freuen uns auf Ihre Fragen!
Dr. Andreas Vogtner               Dr. Barbara Vogtner

„Streit um die Zahnseide – hilft sie oder hilft sie nicht?“ Ein Beitrag aus der Süddeutschen Zeitung lässt Raum für Diskussionen

Derzeit wird über die Wirksamkeit von Zahnseide diskutiert. Diese Diskussion bezieht sich aber vor allem auf die aktuelle Studienlage. Die Süddeutschen Zeitung schreibt dazu:

Wer Karies vermeiden will, muss die Zwischenräume sauber halten, heißt es beim Zahnarzt. Doch das ist umstritten, selbst das US-Gesundheitsministerium empfiehlt Zahnseide nicht mehr.

Der Artikel bezieht sich auf ein Cochrane Review, welches den Gebrauch von Zahnseide + Zähneputzen in 12 Studien untersuchte.

Die Ergebnisse:

  • In 10 Studien konnte keine bzw. nur schwache Evidenz für die Effektivität von Zähneputze + Zahnseide bei der Plaquereduktion nach einem Untersuchungszeitraum von 1 oder 3 Monaten gefunden werden
  • keine Studie konnte die Effektivität von Zahnseide bei der Vermeidung von Karies nachweisen
  • 12 Studien kamen zum Ergebnis, dass Zähneputzen + Zahnseide im Gegensatz zu Zähneputzen alleine die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) reduziert.

Im Zuge der DMS IV konnte gezeigt werden, dass vor allem die Parodontalerkrankungen angestiegen sind:

Die Daten der bevölkerungsrepräsentativen Studie zeigen jedoch, dass Parodontalerkrankungen weit verbreitet sind und seit 1997 eher zugenommen haben. Unter den Erwachsenen leiden 52,7 % unter mittelschweren (CPI Grad 3) und 20,5 % unter schweren Formen der Parodontitis (CPI Grad 4; Tabelle 3). Bei den Senioren sind 48,0 % von einer mittelschweren und 39,8 % von einer schweren Erkrankung betroffen. Damit ist man von den für 2020 gesteckten Zielen noch weit entfernt. Grund für diesen negativen Trend könnte u. a. der Umstand sein, dass bei diesen Altersgruppen weniger Zähne durch Karies verloren gehen. Damit sind die vorhandenen Zähne mit zunehmendem Lebensalter aber einem steigenden Risiko für parodontale Erkrankungen und auch für Wurzelkaries ausgesetzt.

Die Bundeszahnärztekammer gibt folgende Stellungnahme dazu ab:

Aus praktischen Erwägungen heraus sind Zahnseide und Zahnzwischenraumbürsten gut geeignet, um Beläge zu entfernen. Zahnzwischenraumbürsten sind bei offenen Zahnzwischenräumen und parodontalen Erkrankungenempfehlenswert, bei engen Zwischenräumen erscheint Zahnseide nach wie vor die beste Lösung, um Beläge zu entfernen.
Die Bundeszahnärztekammer befürwortet grundsätzlich weitere Studien, um eine abschließende wissenschaftliche Einordnung der Praxiserfahrungen zu dokumentieren.

Aus diesem Grund wird der Gebrauch der (wirksamen und „richtigen“) Zahnseide immer noch empfohlen. Zahnzwischenraumpflege ist ein unverzichtbarer Bestandteil der täglichen Mundhygiene.

 

Studie bei Cochrane Library:

Flossing for the management of periodontal diseases and dental caries in adults

Der DMS IV – Kurzüberblick:

DMS IV – Parodontalerkrankungen

Stellungnahme Bundeszahnärztekammer:

Positionspapier zum Gebrauch von Zahnseide

den vollständigen Artikel der SZ gibts hier:

Streit um die Zahnseide – hilft sie oder hilft sie nicht? — Gesundheit – SZ.de