Externer Sinuslift – wann und warum?
Erfahren Sie, warum ein externer Sinuslift bei wenig Knochen im Oberkiefer notwendig ist und wie wir Ihnen in Ingolstadt zu festen Zähnen verhelfen.
Stellen Sie sich vor, Sie haben sich endlich dazu entschieden, die Lücke in Ihrem Oberkiefer mit einem Implantat schließen zu lassen. Sie freuen sich auf das Gefühl, wieder fest zubeißen zu können. Doch beim Beratungsgespräch folgt die Ernüchterung: “Zu wenig Knochen vorhanden.” Das klingt im ersten Moment beängstigend, fast so, als wäre der Traum von den festen Zähnen geplatzt. Aber keine Sorge, genau hier kommt der externe Sinuslift ins Spiel. Es ist eine bewährte Methode, um das Fundament für Ihr Implantat überhaupt erst zu schaffen.
Was ist ein externer Sinuslift eigentlich?
Wenn wir von einem Sinuslift sprechen, meinen wir einen Knochenaufbau im Bereich der Kieferhöhle. Der Oberkieferknochen ist in der Nähe der Backenzähne oft von Natur aus etwas dünner. Wenn dort Zähne fehlen, baut sich der Knochen mit der Zeit noch weiter ab. Die Kieferhöhle – ein luftgefüllter Hohlraum – dehnt sich aus, und es bleibt nur noch eine hauchdünne Knochenschicht übrig.
Ein Implantat braucht jedoch eine gewisse Tiefe, um stabil einzuwachsen. Beim externen Sinuslift schaffen wir von der Seite her einen Zugang zur Kieferhöhle. Wir heben die feine Schneider-Membran, die die Höhle auskleidet, vorsichtig an und füllen den entstandenen Zwischenraum mit Knochenersatzmaterial oder Eigenknochen auf.
| Merkmal | Externer Sinuslift | Interner Sinuslift |
|---|---|---|
| Zugang | Seitlich über das Zahnfleisch | Direkt durch das Implantat-Bohrloch |
| Knochenangebot | Bei sehr geringer Resthöhe (< 4-5 mm) | Bei moderater Resthöhe (> 5 mm) |
| Aufbauvolumen | Großflächiger Aufbau möglich | Eher punktueller Aufbau |
| Komplexität | Höher, erfordert viel Erfahrung | Geringer, minimalinvasiver |
Warum ist der externe Sinuslift notwendig?
Ohne ausreichendes Knochenangebot hätte ein Implantat keinen Halt. Es wäre, als wollten Sie eine schwere Schraube in eine dünne Gipskartonplatte drehen, hinter der sich ein Hohlraum befindet. Das Implantat würde in die Kieferhöhle ragen und könnte dort Entzündungen verursachen oder schlichtweg locker werden.
Der externe Sinuslift wird immer dann gewählt, wenn der Knochen so stark abgebaut ist, dass die sanftere, interne Methode nicht mehr ausreicht. In unserer Praxis in Ingolstadt sehen wir oft Patienten, die woanders abgewiesen wurden, weil der Knochenschwund zu weit fortgeschritten schien. Mit der externen Methode können wir jedoch selbst in diesen komplexen Fällen eine solide Basis für lebenslange Stabilität schaffen.
Der Ablauf: So gehen wir in unserer Praxis vor
Ein chirurgischer Eingriff im Gesichtsbereich löst bei vielen Patienten erst einmal Unbehagen aus. Das ist völlig verständlich. Deshalb legen wir größten Wert auf eine schmerzfreie Behandlung und eine präzise Planung.
Zuerst erstellen wir eine dreidimensionale Röntgenaufnahme (DVT). So sehen wir ganz genau, wie viel Knochen noch da ist und wo die Kieferhöhle verläuft. Der Eingriff selbst findet unter lokaler Betäubung statt – Sie spüren also keinen Schmerz. Über ein kleines “Fenster” im seitlichen Kieferknochen gelangen wir an die Kieferhöhlenschleimhaut. Diese wird mit speziellen Instrumenten ganz sanft angehoben.
In den so gewonnenen Raum bringen wir das Material ein, das später zu festem, eigenem Knochen umgebaut wird. Je nachdem, wie viel Restknochen noch vorhanden ist, können wir das Implantat manchmal sofort setzen (einzeitig) oder wir warten einige Monate, bis alles stabil verheilt ist (zweizeitig).
Worauf müssen Sie nach dem Eingriff achten?
Nach einem externen Sinuslift ist Schonung angesagt. Da wir direkt an der Kieferhöhle gearbeitet haben, sollten Sie für etwa zwei Wochen auf starkes Schnäuzen verzichten. Tupfen Sie die Nase lieber nur vorsichtig ab. Auch Flugreisen oder Tauchen sollten Sie in dieser Zeit vermeiden, um Druckunterschiede zu umgehen. Eine leichte Schwellung ist normal und lässt sich mit Kühlung gut in den Griff bekommen.
Häufige Fragen zum externen Sinuslift
Ist der Eingriff schmerzhaft? Dank moderner Anästhesie spüren Sie während der Behandlung nichts. Nach dem Eingriff kann es zu einem Druckgefühl oder einer leichten Schwellung kommen, die aber mit gängigen Schmerzmitteln gut behandelbar ist. Die meisten unserer Patienten sind überrascht, wie unkompliziert der Heilungsverlauf ist.
Wie lange dauert es, bis das Implantat belastet werden kann? Wenn wir den Knochen großflächig aufbauen müssen, braucht der Körper Zeit, um das Material in stabilen Knochen umzuwandeln. In der Regel sprechen wir von einer Einheilzeit von vier bis sechs Monaten, bevor wir die endgültige Krone auf das Implantat setzen können.
Ihr Weg zu festen Zähnen in Ingolstadt
Ein externer Sinuslift ist oft der entscheidende Schritt, um auch bei schwierigen Voraussetzungen wieder fest lachen und essen zu können. Als Spezialisten für komplexe Implantologie verfügen wir über die nötige Erfahrung und die technische Ausstattung, um diesen Eingriff sicher und routiniert durchzuführen.
Haben Sie die Diagnose “zu wenig Knochen” erhalten? Lassen Sie uns gemeinsam schauen, was machbar ist. In einem persönlichen Beratungsgespräch in unserer Praxis in der Bergbräustraße in Ingolstadt klären wir alle Ihre Fragen und planen Ihren Weg zu neuen, festen Zähnen.
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Dr. Andreas Vogtner
Master of Science in Parodontologie und Implantologie · ITI Diploma · Zahnarzt in Ingolstadt
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